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Turismo Açores

Azoren

Reisebüro Hildebrand AG / Azoren

Azoren Reisen

Die grünen Inseln im Atlantik

Mitten im weiten Atlantik verstreut - neun grüne Inseln, emporgestiegen aus den unruhigen Tiefen des mittelatlantischen Meeresrücken, geboren aus Feuer und Lava. Der Vulkanismus ist auf den Azoren noch allgegenwärtig. So brodelt es aus manchem Fumarole, Geysire schiessen in die Höhe, heisse Quellen mit rostrotem Wasser sprudeln aus dem Boden, Schwefeldämpfe schwadern rum und Kraterseen dümpeln vor sich hin. Der vulkanische Charakter beschert jeder einzelnen Inseln eine einzigartige Flora und Fauna. Unzählige endemische Pflanzen überziehen die Inseln und einzigartige Vögel bevölkern und besuchen die Inseln.

Die Wale, die einst den Insulanern Wohlstand und Reichtum brachten und Delfinschulen, wandern jährlich durch und faszinieren immer wieder aufs Neue. In ihrer Abgeschiedenheit haben sich die Azorer eine gastfreundliche und offene Art bewahrt, die einmalig ist. Bräuche und Traditionen prägen ihr Leben, Klima und der Atlantik ihren Charakter. Im Einklang mit der rauhen Natur besticht das kulinarische Angebot mit Köstlichkeiten aus dem Meer, würzigem Käse und Fleisch.

Gabi Auinger berichtet aus den Azoren

Von der Insel Pico aus unternehmen wir also einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel Faial. Das Fährticket für uns und unseren Mietwagen haben wir am Vortag schon organisiert – da auf der Fähre nur acht bis zehn Autos Platz haben, lohnt sich eine Reservation. Und rückwärts mit dem Auto auf die schwankende Fähre zu fahren, erweist sich als einfacher als befürchtet!

Um 8.15 Uhr fährt die Fähre im Hafen von Madalena los, um nur 25 Minuten später im Hafen von Horta auf der Insel Faial anzulegen. Dazwischen bietet sich eine wunderbare Sicht auf Pico mit dem gleichnamigen Berg. In Horta angekommen, geht die Fahrt direkt hinauf zum Kraterrand des Vulkans, der Caldeira, in der Inselmitte. Die Sicht hinunter auf den Grund des Vulkankraters ist beeindruckend – hinunter wandern darf man nur in Begleitung eines lokalen Führers. Die Wanderung um die Caldeira ist aber auch sehr reizvoll.

Der Küste entlang fahren wir im Gegenuhrzeigersinn um die Insel herum. Am Strand von Fāja lohnt sich ein Halt, auch wenn man hier wegen der starken Unterströmungen nicht baden kann. Aber die steil abfallende Küste und die mächtigen Wellen sind sehr beeindruckend, und im Sommer gibt es hier auch eine Strandbar.

Im Westen der Insel Faial ist 1957 ein untermeerischer Vulkan ausgebrochen, der Vulcão dos Capelinhos, und hat neues Land geschaffen. Im dazugehörigen Visitor Center lohnt sich ein Stopp, denn dort wird das Naturphänomen eindrücklich erklärt. Der Ausbruch war so schlimm, dass der damalige US-Senator John F. Kennedy die Visumsbestimmungen für Azoreaner gelockert hat, so dass die betroffene Bevölkerung die Insel einfacher verlassen und in die USA, ein klassisches Auswandererland der Azoren, auswandern konnte.

In der Hauptstadt von Faial, in Horta, lohnt sich ein Abstecher an den Hafen. Horta ist ein beliebter Hafen für Transatlantik-Segler – und diejenigen, die hier ankern, verewigen sich auf der Hafenmauer. Es geht die Legende, dass man ein Unglück auf See heraufbeschwört, wenn man dies nicht tut – also malen alle Segler fleissig drauflos! Abends treffen sie sich im Peter Café Sport, einer Institution in Horta. Hier haben unzählige Schiffsbesatzungen ihre Wimpel hinterlassen, die nun das Café schmücken.

Horta war im letzten Jahrhundert der Knotenpunkt der Seekabel, die Europa mit dem amerikanischen Kontinent verbanden. Auch heute noch kann man auf den Spuren der ehemaligen Kommunikationstechniker wandeln und einiges über die damalige Kommunikation lernen. Abends geht es mit der letzten Fähre ab Horta wieder retour nach Madalena – und das rückwärts auf die Fähre einparkieren geht nun auch schon viel einfacher!

Klima und Wetter auf den Azoren

Geprägt sind die Azoren durch ein ozeanisch-subtropisches Klima. Der Atlantische Ozean sorgt für äusserst milde Winter und warme - nicht zu heisse - Sommer. Die Inseln liegen mehrheitlich unter Einfluss der subtropischen Hochdruckzone, dem Azorenhoch. Allerdings sorgt dieses nicht immer für beständigen Sonnenschein! Das warme und feuchte Klima lässt Ananas neben Wein wachsen, Tee spriessen und Hortensien blau strahlen. Die in der Lava aufwändig angelegten Weingärten gehören zum UNESCO-Welterbe.

Azoren-Information in Kürze

Einwohner: 245'500
Grösse: 2'338 km2
Anzahl Insel: 9

Höchste Erhebung: Montanha do Pico 2'351 m
Hauptstadt: Ponta Delgada (68'350 Einwohner)
Landessprache: Portugiesisch
Währung: Euro